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fotos


neuer eingangsbereich und shop

„eine einzige starke maßnahme verleiht dem zuvor völlig unemotionalen eingangsbereich des technischen museums, der mehrere funktionale mängel aufwies, einen neuen lebendigen auftritt. die sitz-leuchtpilze, die sich im wartebereich verteilen, vereinen in einem element verschiedene funktionen wie schallabsorption, beschattung, kunstlicht und sitzmöglichkeiten. von uns wurde der spielerische aspekt hinzugefügt, indem kinder, die im museum eine große personengruppe darstellen, die objekte beklettern und daran herunterrutschen können.“

bestandssituation

ein moderner museumsbetrieb erfordert einen adäquaten service – und dafür wird platz benötigt. historische museumsbauten stehen dabei vor der herausforderung, an die vorhandene bausubstanz gebunden zu sein. mit dieser problematik war das technische museum wien in den 90er-jahren konfrontiert, als es galt, räumlichkeiten für einen größeren empfangsbereich, für einen museumsshop und ein café sowie ausreichende sanitär-, garderoben- und kassenkapazitäten zu schaffen. die in den 90er-jahren gewählte architektonische lösung war ein - dem historischen gebäude vorgelagerter - stahl-glaskubus. dieser erwies sich schon kurz nach der eröffnung 1999 in mehrfacher hinsicht als problematisch. der empfangsbereich war geprägt von starken temperaturschwankungen, einer ungünstigen akustik und luftzirkulation sowie einer suboptimalen besucherführung. es folgte ein geladener wettbewerb und querkraft architekten konnten mit ihrem entwurf der neugestaltung von eingangsbereich und museumsshop überzeugen.

neugestaltung

die neugestaltung umfasst die schaffung einer klaren raumanordnung und besucherwegführung mit einer gleichzeitig emotional einladenden raumatmosphäre, die die bestehenden raumphysikalischen probleme verbessert. im mittelpunkt des lösungsansatzes stehen multifunktionale möbel aus glasfaserkunststoff und textil, die zugleich die funktionen besitzen, abzuschatten und schall zu reduzieren. bei dunkelheit tauchen sie als leuchtkörper den umgebenden raum in weiß oder nachtblau. die objekte, die an bäume erinnern und als anspielung auf das technik-natur-verhältnis gelesen werden können, nehmen die bestehenden stahlstützen des raumes formal auf und ermöglichen weiterhin den blick durch das glasdach auf die historische fassade des museums. der shop, der mit wenigen quadratmetern auskommt, erhält neue, flexibel bespielbare möbel zur präsentation der produkte – angepasst an die gesamtgestaltung. der umgesetzte entwurf von querkraft setzt ein dezidiertes architektonisches statement, das mit der vorhandenen substanz kommuniziert und zugleich den funktionalen anforderungen für einen angenehmen einstieg ins museum nachkommt.

fertig2010
landAUT
ortwien
grösse1300 m2
auftraggebertechnisches museum wien
projektleitungdominique dinies
mitarbeiterInnencarmen hottinger 
lola rieger
robert haranza
lisi wieser
mechthild weber
christoph fraundorfer
aleca bunescu
corinna bach
örtliche bauaufsichtapo - oliver eichhorn
statikwerkraum wien
lichtkonsulentklaus pokorny
leuchtbäume gfks-form kunsstofftechnik
werner schaeberle
leuchtbäume stofflight tech gmbH
anton schnurrer